Hohensyburg
Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal
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Kaiser-Wilhelm-Denkmal (10)

Dieses Denkmal wurde in der Zeit von 1893 bis 1902 auf einem Grundstück mit der Bezeichnung Pütt = Brunnen (nicht Bergbaurelikt) errichtet. Schuchhardt fand bei seiner Grabung 1893 nicht nur den Brunnen, sondern nach seinem Bericht auch Sandsteinscheiben mit einer größeren Durchbohrung in der Mitte, die später als Schleifsteine erkannt wurden und auf handwerkliche Tätigkeit an dieser Stelle hinweisen. Da die archäologischen Begleitfunde wie z.B. Keramik nicht dokumentiert wurden, kann die Zeit der vermutlichen Handwerksansiedlung nicht bestimmt werden.

Das Denkmal wurde als monumentale Dreiturmgruppe mit reichem neugotischen Bauschmuck nach einem Entwurf des Architekten Hubert Stier errichtet. Vor den Turmbauten standen vier Bronzestandbilder und das zentrale Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm I.. Das waren Arbeiten der Stuttgarter Bildhauer Adolf und Karl von Donndorf (siehe Abb. 5).

1935-36 wurde das Denkmal wegen angeblicher Baufälligkeit in stark vereinfachten Formen, die dem klassizistisch geprägten Baustil des Nationalsozialismus entsprachen, umgebaut.

Infolge der Abtragung der flankierenden Turmbauten erhielten die ursprünglich vor diesen aufgestellten Standbilder Bismarcks und Moltkes ihren neuen Standort vor den seitlichen Nischen des Hauptturms. Die Standbilder Kaiser Friedrichs III., des Prinzen Friedrich Karl, die Bronzeadler und Eisernen Kreuze aus Sandstein wurden entfernt. Die Lebensdaten Kaiser Wilhelms I. wurden durch das Datum der Reichsgründung (18. Januar 1871) ersetzt.

Heutiger Eigentümer ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe.

(Text: † Willi Kuhlmann, Dortmund-Syburg)

    Kaiser-Wilhelm-Denkmal - Zustand bis 1935

    Kaiser-Wilhelm-Denkmal - Zustand 1999 (Foto: Bernd Zollo)
    Kaiser-Wilhelm-Denkmal - April 1999

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Stand: 3.12.2003